CD Air Varié

Inhalt

Sonata No. VI
1. Largo
2. Allegro
3. Largo
4. Allegro

A. Vivaldi
arr. John Glenesk Mortimer

Arioso and Allegro

Joseph Hector Fiocco
arr. Robert Childs / Philip Wilby

La Campanella
(Violin Concerto No. 2)

Niccolo Paganini
arr. Beni Wüthrich

Rhapsody for Baritone No.2
(Don Quixote)

John Golland

Air Varié Op.21
(for Ophicleide)

Hyacinthe Klosé

Peace

John Golland

Blue Lake Fantasy
1. Firefly
2. Moonlight Across the Water
3. All That Jazz
4. Ancient Native Air
5. Party-Antics

D.R. Gillingham

The Blue Bells of Scotland

Arthur Pryor
arr. Philip Sparke

Programmnotizen

Die Sonata No. VI (Vivaldi), original für Cello, im Arrangement von J.G. Mortimer, vertritt eine Zeitepoche, wo das Euphonium noch nicht existierte. Deshalb bedienen sich Euphoniumspieler gerne beim Cello oder dem Fagott, um auch Musik aus dieser Zeit zu spielen. Das Arioso and Allegro (Fiocco) wurden original für Harpsichord geschrieben. Mit seinem lyrischen Arioso und dem technischen Allegro eignet es sich sehr gut für das Euphonium.

Die Bearbeitung La Campanella (Paganini) ist einem Scherz zu verdanken. Die Brass Band Berneroberland hat dieses Werk mit einem Geigenvirtuosen aufgeführt. Darauf wurde in der Garderobe gewitzelt, dass dies wohl nur ein Euphonist versuchen würde zu spielen. Worauf ich dem Arrangeur in der Band, Beni Wüthrich sagte: "Wenn du es mir umschreibst, werde ich es spielen". Hier ist das Ergebnis!

Die Rhapsody for Baritone No.2 (Don Quixote) von John Golland ist sein letztes Werk, welches er kurz vor seinem viel zu frühen, krankheitsbedingten Tod zu schreiben begann. Roy Newsome beendete dann 1997 das Werk. Es zeigt, dass auch der Bariton ein hervorragendes Soloinstrument ist. Mit Peace schuf John Golland ein absolutes Meisterwerk der langsamen Soli. Das Werk wurde nach dem Tod eines kleinen Mädchens in der Golland Familie geschrieben und bringt die tiefe Trauer in Form von langen Phrasen sehr stark zum Ausdruck.

Die Air Varie Op.21 (Klosé) ist für Ophichleide, einem Vorgänger des Euphoniums, geschrieben worden. Es beginnt mit einer getragenen Einleitung, dann folgt das Thema mit drei Variationen. Den Abschluss bildet jedoch ein Rondo, welches mehr an eine kleine Opernarie als an das Finale eines Variationensolos erinnert.

Blue Lake Fantasy (Gillingham) ist ein Werk für Euphonium unbegleitet. Es umschreibt in fünf Sätzen das Fine Arts Camp, ein Musikcamp am Twin Lake, Michigan. Der 1. Satz "Firefly" umschreibt den Feuerflug in einer heissen Sommernacht. " Mooonlight across the Water" gibt die abendliche Stimmung am See wieder, wo der Komponist manche schöne Stunde verbracht hat. Der 3. Satz "All that Jazz" ist eine Hommage an die Jazz Kurse im Camp. "Ancient Native Air" basiert auf einer Melody der Chippewa Indianer. Im letzten Satz "Party-Antics" wird die Abschlussparty mit all den verschiedenen Gefühlslagen, die nach einem Lager aufkommen, geschildert.

Zum Schluss darf auch ein "klassisches" Variationensolo, wie sie immer wieder an diversen Wettbewerben und Konzerten gern gespielt werden, nicht fehlen. The Blue Bells of Scotland (Pryor, arr. Sparke) ist einer meiner Favoriten aus dieser Sparte.